Der WEIMA ZM 50 Vierwellen-Zerkleinerer ist das leistungsstärkste Modell innerhalb der ZM-Mehrwellen-Baureihe und für besonders hohe Durchsatzanforderungen sowie großvolumige Materialströme ausgelegt. Mit seiner nochmals größeren Arbeitsbreite gegenüber ZM 30 und ZM 40 eignet sich die Maschine ideal für industrielle Anwendungen, bei denen breite, sperrige oder stark verwickelungsanfällige Materialien zuverlässig und kontinuierlich verarbeitet werden müssen.
Ob lange Holzabfälle, Kunststoffprofile, Produktionsreste, Verpackungen, Kartonagen oder Metallabfälle – die vier langsam laufenden Wellen gewährleisten einen kontrollierten, kraftvollen Materialeinzug und eine gleichmäßige Zerkleinerung. Selbst heterogene oder schwierig zu handhabende Materialien werden sicher erfasst und effizient volumengemindert.
Durch das niedrige Drehzahlniveau arbeitet die ZM 50 vergleichsweise geräusch- und staubarm und bietet damit Vorteile gegenüber klassischen Einwellen-Zerkleinerern, insbesondere in industriellen Produktionsumgebungen. Die robuste, für Dauerbetrieb ausgelegte Konstruktion macht sie zur idealen Lösung für zentrale Zerkleinerungsstationen oder als Kernkomponente mehrstufiger Aufbereitungslinien mit Förder-, Separier- und Sortiertechnik.
Die bewährte Siebtechnik ermöglicht definierte Korngrößen und schafft die Grundlage für stabile, nachgelagerte Prozesse wie Sortierung, Separation oder thermische Verwertung.
In den folgenden Abschnitten finden Sie detaillierte technische Spezifikationen sowie praxisnahe Anwendungsbeispiele aus realisierten Kundenprojekten.

Individuelle Schneidkonfiguration für optimale Zerkleinerungsergebnisse
Die ZM Shredder sind serienmäßig mit zwei Schneidwellen und zwei Räumwellen ausgestattet. Abhängig von gewünschter Durchsatzleistung und Zielkorngröße lässt sich die Schneidkonfiguration individuell anpassen. Sowohl die Breite als auch die Anzahl der Schneidscheiben werden applikationsspezifisch ausgelegt.
Für höhere Durchsatzanforderungen können die Räumscheiben optional durch zusätzliche Schneidscheiben ersetzt werden. Zudem stehen spezielle Schneidscheiben mit erhöhter Anzahl an Reißzähnen zur Verfügung, die einen besonders wirkungsvollen Materialzugriff ermöglichen.

Hohe Antriebsleistung mit Doppelmotor, Planetengetriebe und Frequenzumrichter
Zwei leistungsstarke Elektromotoren mit jeweils bis zu 30 kW sorgen für den zuverlässigen Antrieb der vier Wellen. Für die notwendige Kraftübertragung setzt WEIMA in dieser Baureihe auf robuste Planetengetriebe, die hohe Drehmomente auch bei anspruchsvollen Materialien gewährleisten.
Optional kann die ZM Serie mit einem Frequenzumrichter ausgestattet werden. Dadurch lässt sich die Drehzahl stufenlos anpassen, Lastspitzen werden reduziert und der Energieeinsatz gezielt optimiert.

Für besonders abrasive Materialien
Für die Zerkleinerung besonders abrasiver Materialien – etwa faseriger oder stark verunreinigter Reststoffe – bietet WEIMA ein optionales Anti-Verschleißpaket an. Dieses erhöht die Standzeiten deutlich und schützt zentrale Komponenten nachhaltig.
Neben einer doppelwandigen Maschinenausführung sind im Schneidraum zusätzliche Verschleißschutzplatten auf der Festlager- und Getriebeseite verfügbar. Optional können auch Schneidwellen und Schneidscheiben aus gehärtetem Werkzeugstahl ausgeführt werden, um selbst unter anspruchsvollen Bedingungen eine maximale Lebensdauer zu gewährleisten.

Geringe Drehzahl, maximale Leistung für vielfältige Einsätze
Dank der geringen Wellendrehzahl von ca. 25 UpM liegt die Schallbelastung in einem sehr niedrigen Bereich. Durch die langsame Drehzahl wird ein äußerst hohes Drehmoment entwickelt. Dies ermöglicht eine hohe Durchsatzleistung bei geringem Stromverbrauch. Bei leichten Materialien (z. B. Torf) ist durch Sondermotoren auch eine Drehzahl von bis zu 50 UpM einstellbar.

Wartungsarme Zerkleinerung ohne Schiebersystem, mit Vierwellen-Technologie
Die Reißzähne der Schneidscheiben greifen das Material aktiv auf und zerkleinern es zuverlässig. Anschließend drücken die Räumscheiben das Material durch die zwischenliegenden Schnittspalte weiter in Richtung Sieb. Gleichzeitig unterstützen sie einen gleichmäßigen und kontinuierlichen Materialaustrag.
Dank des effektiven Selbsteinzugs ist kein hydraulisches Schiebersystem erforderlich. Das vereinfacht die Konstruktion und reduziert den Wartungsaufwand spürbar.

Dank austauschbarem Siebeinsatz
Das unterhalb der Schneid- und Räumscheiben angeordnete Sieb definiert die gewünschte Endkorngröße. Optional kann ein im Sieb integriertes Nachbrechersystem eingesetzt werden, das verhindert, dass lange oder übergroße Teile das Lochsieb passieren und nachgelagerte Aggregate beeinträchtigen.
Je nach Anwendung stehen Rundloch-Siebe mit Durchmessern von 10 bis 150 mm zur Verfügung. Darüber hinaus sind Sonderausführungen mit Schlitzsieben oder auch Varianten ohne Siebeinsatz realisierbar. So lässt sich die Granulatgröße präzise auf den jeweiligen Anwendungsfall abstimmen.

Vielfältige Beschickung über großen Trichter per Förderband, Stapler, Hebe-Kippvorrichtung oder von Hand
Der großzügig dimensionierte Einfülltrichter lässt sich individuell an spezifische Kundenanforderungen anpassen. Für maximale Flexibilität kann die Beschickung komfortabel per Förderband, Stapler, Hebe-Kippvorrichtung oder manuell erfolgen. Die niedrige Ladekante erleichtert dabei das Handling im täglichen Betrieb.
Optional ist ein Nachdrücksystem verfügbar, das den Materialeinzug zusätzlich unterstützt. Bei stark staubenden Materialien empfiehlt sich ein geschlossener Trichterdeckel mit Sicherheitsendschalter, der als Staub- und Spritzschutz dient.

In Ihre Produktion integrierbar dank kompaktem Maschinendesign
Die robuste und zugleich kompakte Bauweise ermöglicht eine unkomplizierte Einbindung in bestehende Anlagenkonzepte. Die ZM Serie eignet sich beispielsweise als Vorzerkleinerer vor einer Schneidmühle oder zur Aufbereitung von Materialien für die nachgelagerte Brikettierung.

Flexibler Materialaustrag per Absauganlage, Förderschnecke oder Förderband
Die ZM Vierwellen-Shredder von WEIMA sind auf einen kontinuierlichen und störungsfreien Materialaustrag ausgelegt. Durch das abgestimmte Zusammenspiel von Schneid- und Räumscheiben wird das zerkleinerte Material gezielt in Richtung Sieb geführt und gleichmäßig ausgetragen. Das sorgt für stabile Prozesse und eine zuverlässige Übergabe an nachgelagerte Systeme.
Je nach Anlagenkonzept kann der Materialaustrag flexibel gestaltet werden – beispielsweise über eine Absauganlage, eine Förderschnecke oder ein Förderband. Dadurch lässt sich der ZM Shredder optimal in bestehende Produktions- und Recyclinglinien integrieren und an individuelle Platz- und Prozessanforderungen anpassen.

Siemens SPS-Steuerung
Die Mehrwellen-Zerkleinerer werden komfortabel über eine hochwertige Siemens SPS-Steuerung bedient. Optional steht ein Touch-Display zur Verfügung, das eine noch intuitivere Handhabung ermöglicht.
Für einen möglichst geringen Platzbedarf ist der Schaltschrank serienmäßig seitlich am Trichter angebaut. Alternativ kann er – je nach Anlagenlayout – auch als freistehende Variante ausgeführt werden.

Schneller Zugang zum Sieb mit optionalem Schnellwechselsieb
Für einen besonders schnellen und einfachen Siebwechsel empfehlen wir das optionale Schnellwechselsieb (Quick Change Screen). Durch den manuell herausziehbaren Siebeinsatz lässt sich das Sieb optimal auf Ihre wechselnden Materialströme anpassen.

Automatischer Überlastungsschutz mit Reversierschaltung
Bei Überlastung reversieren die Schneid- und Räumscheiben links und die Schneid- und Räumscheiben rechts unabhängig voneinander, je nachdem auf welches Wellenpaar die größere Last ausgeübt wird. Dabei wird die Last von den Wellen genommen und das zu zerkleinernde Material neu positioniert, um optimal zerkleinert zu werden.











