Der WLH 600 ist ein leistungsstarker Horizontalzerkleinerer, der speziell für hohe Durchsatzanforderungen und die Verarbeitung langer Holzabfälle entwickelt wurde. Das Modell ist innerhalb der WLH-Serie für größere holzverarbeitende Betriebe konzipiert, in denen kontinuierlich Leisten, massive Kanthölzer oder Profilreste anfallen.
Die Zerkleinerung erfolgt über einen leistungsstarken Rotor in Kombination mit einer horizontalen Materialzuführung, die auch lange Werkstücke prozesssicher erfasst. Typische Einsatzbereiche sind Sägewerke, Fertighaushersteller oder industrielle Möbelproduktionen mit hohem Reststoffaufkommen. Der WLH 600 integriert sich in bestehende Recyclinglösungen und unterstützt eine effiziente Abfallzerkleinerung mit definierter Partikelgröße. Die stabile Stahlkonstruktion und die wartungsfreundliche Ausführung sind auf den Mehrschichtbetrieb ausgelegt. Für Betriebe mit wachsendem Materialvolumen stellt der WLH 600 eine skalierbare und wirtschaftliche Lösung dar.
Im Folgenden werden technische Spezifikationen und Optionen näher erläutert.

Hoher Durchsatz durch elektromechanischen Keilriemenantrieb
Eine zuverlässige Kraftübertragung ermöglicht stabile Leistung bei wechselnden Lastzuständen. Der Rotor wird über einen Elektromotor mit Keilriemen angetrieben, wodurch Drehmoment effizient übertragen wird. Der Verzicht auf Getriebe und Kupplung reduziert verschleißanfällige Bauteile. Das erhöht die Verfügbarkeit und unterstützt dauerhaft hohe Durchsatzwerte.

Hohe Maschinenverfügbarkeit durch abgesetzte Rotorlager
Ein robuster Aufbau minimiert Stillstandszeiten im industriellen Betrieb. Die Rotorlager sind vom Maschinengehäuse abgesetzt und gegen Staub- und Partikeleintrag geschützt. Gleichzeitig bleiben sie gut zugänglich für Wartung und Inspektion. Das verlängert Serviceintervalle und erhöht die Lebensdauer zentraler Komponenten.

Definierte Korngröße durch austauschbares Rundlochsieb
Eine einheitliche Partikelgröße ist Voraussetzung für stabile Folgeprozesse. Unterhalb des Rotors ist ein verschraubtes Rundlochsieb mit Lochdurchmessern von 10 bis 80 mm installiert. Das Material verbleibt im Schneidraum, bis es die definierte Sieböffnung passiert. Dadurch lässt sich die Outputgröße präzise einstellen und an unterschiedliche Anforderungen anpassen.

Sicherer Materialeinzug durch Vibrationsrinne und Einzugswalze
Während die Biber Maschinen direkt über einen manuellen Schrägeinzug beschickt werden, kommt bei WLH und Tiger Zerkleinerern eine Vibrationsrinne zur Materialaufgabe zum Einsatz. Sie ist in verschiedenen Längen (bis zu 40 m) erhältlich und transportiert z. B. lange Leisten, Profile oder Rohre zur vor dem Rotor befindlichen Einzugswalze. Die Walze greift das zu zerkleinernde Material und befördert es horizontal weiter zum Rotor, wo es zwischen den Schneidmessern und Gegenmessern zerkleinert wird. Der horizontale Maschinenaufbau vereinfacht das Materialhandling langer Teile. Im Vergleich zu Zerkleinerern mit klassischem Trichter kann das Material zudem nicht unkontrolliert herausspringen, was die Sicherheit deutlich erhöht.

Vollautomatischer Betrieb durch Linienintegration
Automatisierte Abläufe entlasten Personal und erhöhen die Prozessstabilität. Die Maschine verfügt über gängige Datenschnittstellen zur Einbindung in übergeordnete Steuerungssysteme. Im automatisierten Betrieb erfolgen Materialzufuhr und Zerkleinerung prozessgeführt ohne manuelle Eingriffe. Dadurch sinkt der Intralogistikaufwand und die Gesamtanlageneffizienz steigt.

Direkte Reststoffentsorgung durch Maschinennahe Integration
Kurze Wege verbessern die Effizienz im Produktionsumfeld. Der Horizontal-Zerkleinerer kann direkt neben Bearbeitungsmaschinen aufgestellt werden. Anfallende Reststücke werden unmittelbar verarbeitet, ohne Zwischenlagerung oder zusätzlichen Transport. Das reduziert Handlingaufwand und stabilisiert den Materialfluss am Arbeitsplatz.

Konstante Zerkleinerungsqualität durch Siemens SPS-Steuerung
Eine stabile Prozessführung sichert gleichbleibende Outputqualität im Dauerbetrieb. Die Siemens SPS-Steuerung ist in einem separaten Schaltschrank ausgeführt und regelt alle Maschinenfunktionen zentral. Prozessparameter lassen sich applikationsspezifisch einstellen und über Standardschnittstellen in Produktionslinien integrieren. Dadurch entsteht reproduzierbares Stückgut bei hoher Prozesssicherheit.

Hohe Schneidleistung durch V-Rotor mit zwei Messerreihen
Die Schneidgeometrie bestimmt maßgeblich Leistung und Energieeffizienz. Der V-Rotor mit zwei Messerreihen arbeitet in Kombination mit einer geregelten Einzugswalze für kontinuierliche Materialzufuhr. Lastspitzen werden reduziert und der Energieeinsatz bleibt stabil. Wend- und wechselbare Schneidmesser sichern konstante Schneidqualität bei minimierten Stillstandszeiten.







