Der WEIMA WLK 800 ist ein universell einsetzbarer Shredder für die industrielle Zerkleinerung von Holzresten, Papier, leichten Metallen sowie Kunststoff-Produktionsabfällen aus laufenden Fertigungsprozessen. Er richtet sich an holzverarbeitende Betriebe, Post-Industrial-Kunststoff-Recyclingunternehmen und produzierende Unternehmen mit definierten, sortenreinen Materialströmen. Innerhalb der WLK-Serie positioniert sich der WLK 800 als leistungsstarke Lösung für mittlere Durchsatzanforderungen bei hoher Prozessstabilität.
Die bewährten Rotorvarianten sorgen gemeinsam mit der hydraulischen Schieberzuführung für eine gleichmäßige Beschickung und reproduzierbare Korngrößen in der Abfallzerkleinerung. Die stabile Lagerung, die SPS-Steuerung und die wartungsoptimierte Bauweise gewährleisten einen zuverlässigen Dauerbetrieb im industriellen Umfeld. Als WEIMA Zerkleinerer lässt sich der WLK 800 flexibel in bestehende Recyclinglösungen integrieren.
Technische Spezifikationen und Optionen werden im Anschluss dargestellt.

Hohe Schnittleistung durch massiven V-Rotor mit aggressivem Einzug
Der eigens von WEIMA entwickelte V-Rotor ist universell einsetzbar und aus Vollmaterial gefertigt. Sein aggressiver Materialeinzug mit bis zu zwei Messerreihen garantiert einen hohen Durchsatz bei geringem Kraftbedarf. Er ist mit gehärteten Schneidmessern aus Stahl in den Kantenlängen 40 mm bestückbar. Diese lassen sich bei Verschleiß mehrfach wenden, was die Wartungskosten drastisch senkt.

Konstante Materialzuführung durch lastabhängig geregelten Hydraulikschieber
Eine gleichmäßige Beschickung ist entscheidend für stabile Zerkleinerungsprozesse.
Der horizontal arbeitende Hydraulikschieber wird automatisch lastabhängig über die Steuerung geregelt. Optional verbessern Zackenplatten und Niederhalter die Fixierung sperriger Teile. Ein integriertes Schockventil schützt den Hydraulikzylinder vor Stoßbelastungen.
Das Ergebnis ist ein kontinuierlicher Materialeinzug, reduzierte Blockaden und eine verlängerte Lebensdauer der mechanischen Komponenten.

Störungsfreier Materialfluss durch freischneidendes Trichterdesign
Das Trichterdesign unterstützt einen kontinuierlichen Einzug ohne Materialbrücken.
Die abgerundete, freischneidende Geometrie verhindert das Verkanten sperriger Teile im Einzugsbereich. Große Öffnungsquerschnitte ermöglichen zudem die Beschickung per Hand, Förderband oder automatisierter Zuführung. Bei Bedarf sind sowohl Trichtererweiterungen und Deckel mit Gasdruckfeder erhältlich.

Reproduzierbare Partikelgrößen durch flexibel austauschbares Wechselsieb
Die gewünschte Endkörnung wird zuverlässig über das Sieb definiert.
Verschraubte Siebe mit unterschiedlichen Lochdurchmessern lassen sich material- und prozessabhängig einsetzen. Kleinere Lochbilder erzeugen entsprechend feinere Fraktionen.
So kann das Zerkleinerungsergebnis exakt an nachgelagerte Prozesse wie Brikettierung, Granulierung oder thermische Verwertung angepasst werden.

Hohe Betriebssicherheit durch geschützte Integration der Hydraulik
Eine geschützte Hydraulik erhöht die Verfügbarkeit der Maschine.
Alle sensiblen Hydraulikkomponenten sind platzsparend im Maschinengestell integriert und gegen Staub sowie äußere Einflüsse abgeschirmt. Separate Serviceöffnungen gewährleisten schnellen Wartungszugang.
Das reduziert Verschleiß, vereinfacht Instandhaltungsarbeiten und ermöglicht eine kompakte, saubere Aufstellung.

Anpassungsfähiger Materialaustrag durch variable Austragslösungen
Der Austrag lässt sich an individuelle Anlagenkonzepte anpassen.
Je nach Gestellausführung stehen Absaugstutzen, Austragsschnecken oder Förderbänder zur Verfügung. Die Schnittstellen sind konstruktiv auf eine einfache Integration in bestehende Fördertechnik ausgelegt.
Dadurch kann das zerkleinerte Material sauber, kontinuierlich und prozesssicher weitertransportiert werden.

Reduzierte Schwingungen durch schwingungsdämpfende Maschinenfüße
Ein ruhiger Lauf verbessert die Betriebssicherheit und Standortflexibilität.
Schwingungsdämpfende Maschinenfüße absorbieren auftretende Vibrationen und verteilen die Last gleichmäßig. Eine feste Bodenverankerung ist in der Regel nicht erforderlich.
Das erleichtert die Aufstellung, reduziert Schwingungsübertragungen in die Umgebung und erhöht den Bedienkomfort.

Hohe Antriebsleistung durch robustes WEIMA WAP-Getriebe
Der Antrieb ist auf hohe Belastungen im Dauerbetrieb ausgelegt.
Das eigens entwickelte WAP-Getriebe wird in den eigenen Produktionsstätten gefertigt und über Keilriemen mit einem leistungsstarken Elektromotor verbunden. Ein integrierter Schwingungsdämpfer schützt vor Stoßbelastungen.
Diese Konstruktion sorgt für hohe Drehmomentübertragung, reduzierte Verschleißerscheinungen und eine lange Lebensdauer. Beim WLK 800 Zerkleinerer sorgt eine hydrodynamische Anlaufkupplung zudem für einen noch ruhigeren Zerkleinerungsprozess.

Kontrollierter Einzug bei flexiblen Materialien durch F-Rotor
Insbesondere bei flexiblen Materialien wie Filamenten, Folien oder Furnier spielt der F-Rotor seine entscheidenden Vorteile aus. Dessen kontrolliertes Einzugsverhalten, in Kombinationen mit einer präzisen Schneidgeometrie, lässt einen kraftvollen Schnitt zu. Das sorgt für hohe Materialdurchsätze. Die Messerträger sind fest am Rotor aus Vollmaterial verschweißt. Schneidmesser mit 30 bzw. 40 mm Kantenlänge sind ebenfalls wendbar.

Prozesssicherheit durch Siemens SPS-Steuerung mit Überlastregelung
Eine stabile Prozessführung ist entscheidend für einen wirtschaftlichen Dauerbetrieb.
Die WLK 800 ist mit einer Siemens SPS inklusive Touch-Display ausgestattet. Schieberbewegungen, Taktzeiten und Lastgrenzen werden präzise geregelt. Ein integrierter Überlastschutz überwacht kontinuierlich die Maschinenbelastung und greift bei kritischen Zuständen automatisch ein.
Im industriellen Einsatz sorgt dies für reproduzierbare Betriebszustände, minimierte Stillstandszeiten und den Schutz von Antrieb und Schneidwerk.

Erhöhte Lagerlebensdauer durch abgesetztes Rotorlagerdesign
Das Rotorlager ist für hohe mechanische Belastungen ausgelegt.
Durch die abgesetzte Konstruktion ist es gegen Staub und Fremdstoffe geschützt. Gleichzeitig bleibt es von außen gut zugänglich für Wartungsarbeiten.
Dies verlängert die Standzeiten, reduziert ungeplante Ausfälle und erleichtert die Instandhaltung im industriellen Dauerbetrieb.










